Anwohnerparkrechte im Umfeld der Uni-Klinik

11.04.2018

CDU Lübeck-Süd stellt Analyse zum „ruhenden Verkehr“ im Umfeld des UKSH vor

Seit längerem beklagen die Anwohner im Umfeld der Uni-Klinik, dass Besucher und Mitarbeiter des UKSH in erheblichem Umfang in ihren Wohnstraßen parken. Das Parkplatzangebot der Klinik sei zu klein, zudem wollen viele die Kosten sparen, die bei Nutzung des UKSH-Parkhauses anfallen. In der Folge sei es für Anwohner nahezu unmöglich, tagsüber Wohnort nahe Parkplätze zu finden.

Die Verwaltung hatte den Anwohnern im September letzten Jahres im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung des CDU-Ortsverbandes Lübeck-Süd in Aussicht gestellt, eine Zählung des „ruhenden Verkehrs“ vornehmen zu wollen. Die Ergebnisse sollten dann die Grundlage für das weitere Vorgehen sein. Geschehen ist bisher jedoch nichts. Auch eine schriftliche Anfrage der CDU im Vorfeld der letzten Sitzung des Bauausschusses wurde in der Sitzung nicht beantwortet.

Nun hat das „Team-Süd“ der Lübecker CDU gehandelt und selbst eine Zählung der parkenden Fahrzeuge in der Siedlung vorgenommen, die von den Straßen „Ratzeburger Allee“, „Bei der Schafbrücke“ und „Grönauer Baum“ begrenzt wird. Hierzu Bernhard Simon, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Lübeck-Süd: „Wir haben an drei Tagen im März jeweils vormittags zwischen 10 und 12 Uhr den „ruhenden Verkehr“ gezählt und die Daten ausgewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: Die verfügbaren Parkplätze sind zu 91% belegt, 51% der parkenden Fahrzeuge kommen dabei von außerhalb Lübecks (nach Kfz-Kennzeichen). Die Ergebnisse für die einzelnen Straßen sind, über die drei Auswertungstage gesehen, sehr homogen. Sie sind u. E. daher eine verlässliche Datenbasis. Begehungen am Abend haben zudem gezeigt, dass dann die Situation entspannter ist – abends sind je nach Straße zwischen 30 und 50% der Parkplätze frei verfügbar.

Unser Fazit: Mit der Einrichtung von Anwohnerparkrechten in der Zeit von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr ließen sich in einem räumlich klar abgegrenzten Wohnbezirk erhebliche Verbesserungen für die Anwohner erreichen. Zudem wäre die Einhaltung leicht kontrollierbar in Bezug auf auswärtige Fremdparker (Kfz-Kennzeichen).“

Der CDU-Ortsverband hat die Detailauswertungen je Straße sowie die zusammenfassende Analyse vor Ostern an die Bauverwaltung weitergeleitet. Bernhard Simon verbindet damit die Hoffnung, „damit einen Anstoß gegeben zu haben, der nun in absehbarer Zeit zu einer Lösung führen wird, die im Sinne der Anwohner ist.“