Schmidtke fordert Schulterschluss für Wissenschaftsstandort Lübeck

16.09.2017

Die CDU-Bundestagskandidatin für Lübeck und das nordwestliche Herzogtum Lauenburg Prof. Dr. Claudia Schmidtke schlägt eine parteiübergreifende Abstimmungsrunde vor:

„Attraktive Hochschulen und Institute, die perspektivenreichen Schwerpunkte Medizintechnik, Biotechnologie, Food und Logistik: die Region Lübeck hat alle Chancen, um in den kommenden Jahren durchzustarten.

Auch eine neue Landesregierung kann im Bereich Bildung und Wissenschaft von großer Bedeutung für Lübeck sein. Was Lübeck aber künftig auch benötigt, ist eine besser abgestimmte Interessenvertretung durch Hochschulen, Politik und Wirtschaft vor Ort, um die Standortstärken zu profilieren und die richtigen Fördermaßnahmen in Land, Bund und EU zu akquirieren.

Technologietransfer, Forschungs- und Wissenschaftsförderung werden mittlerweile sowohl vom Land als auch vom Bund, und hier jeweils von unterschiedlichen Ministerien mit ihren eigenen Anforderungen organisiert. Die Bundestagsabgeordnete Alexandra Dinges-Dierig (CDU), für deren Nachfolge ich antrete, hat in dieser unübersichtlichen Struktur als Forschungspolitikerin den Ruf Lübecks in der Hauptstadt gefestigt. Darauf sollten wir aufbauen.

Unabhängig davon, ob ich dem nächsten Bundestag angehöre, schlage ich daher vor, dass Lübecks Abgeordnete aller Parteien in Land und Bund gemeinsam mit den Verantwortlichen im Rathaus einen festen Rahmen für regelmäßige Abstimmungen für den Hochschulstandort finden.

Denn die Herausforderungen betreffen alle Ebenen. So sollten wir in den nächsten Jahren:

- die Kooperation zwischen den Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Kooperationspartnern in Wirtschaft und Gesellschaft vertiefen um gemeinsame Arbeitsbereiche auszuloten,
- das Wissenschaftsmanagement Lübeck hierfür aufrechterhalten und stärken,
- beim Ausbau von Infrastruktur die besonderen Anforderungen der Hochschulen (z.B. an Hochleistungsbreitband und verkehrliche Anbindung) prioritär berücksichtigen,
- insbesondere im Süden Lübecks die Kooperation mit den Nachbarkreisen für attraktives Wohnen und Erweiterungen von wissenschaftlichen Einrichtungen intensivieren – und zwar auf Augenhöhe.

Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren den Forschungsetat noch einmal massiv erhöht. Seitdem Dr. Angela Merkel Kanzlerin ist, wurde er mehr als verdoppelt. Die neue Landesregierung ist nun in der Verantwortung, die Grundausstattung unserer Hochschulen verlässlicher zu gestalten.

Wissenschaft ist ein Herzensanliegen für mich als Lübeckerin und Medizinerin. Unsere Stadt hat wichtige Schritte zu einer neuen Standortidentität unternommen. Jetzt geht es auf dem weiteren Weg darum, die Region, das Land und den Bund mitzunehmen. Das können wir nur gemeinsam.

Zu diesem Zweck habe ich die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka nach Lübeck eingeladen. Mit Ihr und den Präsidenten der Lübecker Universität, Prof. Dr. Dr. Hendrik Lehnert, der Fachhochschule, Prof. Dr. Muriel Helbig, und der Musikhochschule, Prof. Dr. Rico Gubler, sprechen wir über diese und weitere den Wissenschaftsstandort Lübeck betreffende Themen.“