CDU Kreisverband Lübeck
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Investieren fördern, statt staatliches Grunderbe

Zur Debatte über ein staatliches Grunderbe (Lübecker Nachrichten vom 01.10.2026, Seite 5), in
der die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD) sich von einem staatlichen
Grunderbe eine Angleichung der Vermögen in Ost- und Westdeutschland erhofft. Junge Leute
sollen dabei aus staatlichen Mitteln 20‘000 Euro für ihre Zukunftsplanung erhalten.

Dazu erklärt der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete, Dr. Hermann Junghans:

„Ein durch Steuermittel finanziertes Grunderbe ist unverantwortlich und trägt nicht zu einer nachhaltigen Vermögensbildung bei. Der Eigentumsrückstand als Folge von 40 Jahren Sozialismus in der DDR wird durch neue Umverteilungen nicht nachhaltig behoben. Wenn man jungen Menschen so viel Geld zur Verfügung stellt, ist zu befürchten, dass ein Großteil nicht für die nachhaltige Vermögensbildung genutzt, sondern konsumiert wird. Die öffentlichen Haushalte stehen unter enormen Druck unsere Infrastruktur zu sanieren und in unsere Sicherheit zu investieren. Für schuldenfinanzierte Geschenke gibt es da keinen Spielraum. Sie würden nur die Steuerbelastung und die Pro-Kopf- Verschuldung der Bevölkerung erhöhen, ohne dem entsprechende dauerhafte Werte zu schaffen.


Für eine nachhaltige Vermögensbildung kommt es auf andere Dinge an:

Jungen Menschen muss auch in der Schule nicht nur der Sinn des Sparens vermittelt werden, sondern auch das effektive Investieren. Die Aktionärsquote in Deutschland hat zwar mit fast 20 Prozent einen Höchststand erreicht, ist im Vergleich zu anderen Industriestaaten aber immer noch zu gering. Die steuerlichen Freibeträge auf Kapitalerträge (derzeit 1000 Euro im Jahr) müssen deutlich erhöht werden, damit sich das private Investieren mehr lohnt. Statt 20.000 Euro an jeden jungen Menschen zu verschenken, ist es sinnvoller gezielt diejenigen zu fördern, die sich um den nachhaltigen Vermögensaufbau kümmern. Die Frühstartrente, der Anteil an einer kapitalgedeckten Altersvorsorge und die Wohneigentumsförderung enthalten bereits Anreize für die Bildung von nachhaltigem privatem Eigentum.


Die Bildung von Eigentum breiter Bevölkerungsgruppen schafft private Reserven und mindert die Abhängigkeit von sozialen Sicherungssystemen. Das stabilisiert die Gesellschaft gegen Extremismus und trägt so zu ihrer Resilienz bei. Privates Eigentum für breite Bevölkerungsgruppen soll deshalb gefördert und nicht besteuert werden.“